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pochender schmerz.

2011/02/14

Es wird immer schlimmer, das mit dem Kater. Da bin ich sicher nicht der einzige, der diese Erfahrung macht, aber dennoch, man darf sich ja immer aufregen und im jammern bin ich sowieso ganz gross.

Und drum denke ich manchmal wehmütig darüber nach, wie einfach das früher war, wie man da nach durchsoffener Nacht in der Morgendämmerung nach Hause stolperte, vielleicht kurz noch die Zähne putzte, sich dann ein paar Stunden hinlegte, nur um anschliessend wie ein junges Reh über frühlingsgrüne Wiesen zu hüpfen. Im Kopf war nur Freude, im Bauch Zuckerwatte und man war glücklich und zufrieden.

Irgendwann wachte man dann auf und ein leichtes Pochen in der Schläfengegend begrüsste einen mit den Worten “Hallo! Auch schon wach? Ich bins, dein Kopfweh, schön, dass du dich entschieden hast, den Tag mit mir zu verbringen, ich werd dich bestimmt nicht enttäuschen!”, das war noch nichts Schlimmes, klar, man hätte sich schöneres vorstellen können, aber es ging, man sass dann halt leicht griesgrämig da und es ging vorbei.

Und heute? Heute kommt man nach Hause und weiss bereits, man darf nicht, auf gar keinen Fall, ja nicht, schlafen gehen, bevor man sich nicht einen gefühlten Hektoliter Wasser hinter die Binde gekippt hat, das mag anstrengend sein, aber die Konsequenzen, wenn man es nicht tut, sind noch viel anstrengender. Dann erwacht man nämlich irgendwann aus komatösem Schlaf, denkt sich “meine Güte, hab ich das letzte Bier immer noch im Mund?”, steht auf, befindet die ersten zwei Sekunden, dass es doch gar nicht so schlimm sei, wie erwartet, nur, um dann wie vom Blitz getroffen wieder zurück in die Kissen zu fallen, die nächsten Stunden mehr oder weniger unfähig, sich zu bewegen, weil einem dann entweder ein Kerl mit der Axt den Schädel spaltet, oder aber mit der Planierraupe über den Magen fährt. Oder beides. Und man hätte Pläne gehabt für den Tag, die man nun alle vergessen kann, man ist dann froh, wenn man es irgendwann schafft, sich mit zitternden Händen Kaffee aufzusetzen, sich auf dem Sofa einnistet und ganz vorsichtig den Kopf hebt, um vor dem Fenster die Sonne vorbeiwandern zu sehen.

Und dabei denkt man an die Zeit zurück als ein Kater nur eine Katze mit Penis war. Moral von der Geschichte? Äh. Vergiss es, bis zum nächsten Mal…

2 Kommentare

  1. ha ha ha.. oh pardon.. tja willkommen im club!

    ich kippe mir meist ein schötli alkaselzer als präventivmassnahme hinter die binde bevor ich schlafen gehe. obs placeboeffekt hat oder nicht, ich fühl mich tatsächlich katerloser am nächsten tag. miau!


  2. Hehe, bei mir fängt der Kater schon allerspätestens eine Stunde (!) nach dem letzten Alkoholtropfen an. D.h., auf dem Heimweg brummt mein Schädel, ich höre gedämpft Stimmen wie aus weiter Entfernung (auch wenn die Personen direkt neben mir stehen) und sehe plötzlich nur noch zweidimensional. Ob das an meiner asiatischen Abstammung liegt…?

    Zu Hause angekommen bin ich wieder fast nüchtern, aber zur Sicherheit kippe ich mir immer mindestens noch einen halben Liter Wasser rein bevor ich mich schlafen lege. Es hilft.



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