
vom ernst des lebens.
2011/01/16Der Alltag bringt ja immer mal wieder so seine Probleme mit sich. Rechnungen, mühsame Arbeit, lästige Menschen. Streit, Lästereien, Naturkatastrophen (ich wurde tatsächlich mal überschwemmt, also, nicht ich, meine Wohnung. Aber das ist eine andere Geschichte), Todesfälle, gestohlene Fahrräder, verfaulendes Gemüse, das man im Kühlschrank vergessen hat, Parkbussen. Wo man hinschaut, gibt es Gelegenheiten, sich zu nerven.
Nun, jeder Mensch hat sein Kreuz zu tragen und mit seinen Problemen irgendwie umzugehen. Drum ist es auch schön, wenn man ab und zu mal sieht, dass es anderen Leuten noch viel dreckiger geht als einem selbst. Ohne jeden Sadismus sage ich das. Es tut einfach gut, wenn man seine eigenen schlechten Gedanken für gewisse Momente verdrängen kann. So geschehen heute Abend. Denn während ich mich mit Nichtigkeiten herumschlage wie dem Bezahlen meiner nächsten Miete, dem Fertigstellen wichtiger Arbeiten oder dem Abklären mühsamer Vertragsangelegenheiten, konnte ich vorhin beim Durchzappen die grossen Probleme betrachten. Die essentiellen, wichtigen Sachen, Dinge, die die Welt bewegen.
Die Prominenz Deutschlands nämlich, die leidet gerade im Dschungelcamp darunter, dass sie in Corpore nicht scheissen kann. Berühmte Menschen haben einfach wichtigere Probleme. Aber immerhin ertrinkt Australien nicht in Exkrementen, das ist tröstlich.