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von vielem und nichts.

2011/01/09

Da wären wir dann alle wieder, 2010 ist tot und begraben, 2011 beinahe schon wieder vorbei. Die Reserven sind aufgeladen, der Kopf von Altem befreit und mit Neuem gefüllt, wovon einiges Altes immer noch da ist und einiges Neues so viel Platz einnimmt, dass man die Gedanken nach wie vor nicht sortieren kann. Stattdessen hängt man den schönen Erinnerungen der letzten zwei Wochen nach, weiss nun, dass man auch auf braunem, nassem und schlonzigem Schnee durchaus noch Skifahren kann, weiss mal wieder, dass Bier zu Kopfschmerzen führt, weiss, dass die Welt sich auch im neuen Jahr noch dreht, weiss, dass man sich an Fondue ganz göttlich überfressen kann. Man weiss, dass Flugzeuge das Böse sein können, wenn sie einem Menschen wegbringen, die man nicht weghaben möchte, weiss, dass die Altjahreswoche in ihrer ganzen Zeitlosigkeit ein herrlicher Zustand ist, weiss, dass es wieder neue Musik gibt, die man entdecken will, weiss, dass man, wenn man auf 2400 Meter über Meer steht und im Begriff ist, über eine bucklige Bergflanke hinab ins Tal zu rasen, glücklich ist, weiss, dass man in einen Hackbraten durchaus eine komplette Knolle Knoblauch hacken kann, dass aber dann der Kühlschrank eine Woche lang nach Knoblauch riecht.

Man ist nicht weiser, nicht reifer, nicht gescheiter. Aber man erlebt Dinge mit Menschen, die – egal, ob man sie nun seit 25 Jahren kennt oder gerade erst eben getroffen hat – einem das Leben ordentlich lebenswert machen. Und da die Welt beschlossen hat, sich weiterzudrehen, wär ich ja schön blöd, wenn ich nicht mitmachen würde. In dem Sinn: Gehen wir es an.

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